Reise-Notizen Sizilien (2): Der Dom von Monreale

Im 12. Jahrhundert aus politischen Motiven in der Nähe Palermos errichtet, gelang ein Bauwerk von beeindruckender Symbolik. Außen in der Art eines normannischen Wehrdoms gehalten, innen geschmückt mit einer kaum zu überschaubaren Fülle kunstvoller byzantinischer Mosaiken(zyklen), die Szenen aus dem alten und neuen Testament nacherzählen, und von der Kirche (auch) zu pädagogischen Zwecken verwendet wurden. Die Mosaiken laufen reihenweise um das komplette Kirchenschiff und sind ungemein detailreich ausgeführt, man bräuchte viele Stunden, um sie in Ruhe anzusehen.

Angefangen vom Grundriss des Doms über die mit biblischen Motiven verzierten Türen bis hin zum Chor, der zwei Throne enthält, einen für den Bischof, einen höheren für den Kaiser, wird hier (in Kombination mit den Mosaiken) das mittelalterliche Weltbild symbolisch in ein monumentales Bauwerk gegossen. Sollte man sich ansehen, wenn man in der Nähe ist :-)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  • RSS Feed for Posts
  • RSS Feed for Comments
  • Twitter
  • XING
  • Facebook

Kategorien

„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

Aktuell in Arbeit

Tweets