Thukydides und die Fahrt der Griechen nach Sizilien

Als Vorbereitung für die in einer Woche beginnende Sizilien-Studienreise las ich die Bücher VI bis VIII des „Peloponnesischen Krieges“ zum zweiten Mal*, die den Untergang eines riesigen griechischen Heeres bei Syrakus schildern und damit den Beginn des Endes der Großmacht Athen.

Ich kenne keinen antiken Autor, der so intelligente Prosa schreiben kann. Die Schilderung der Ereignisse ist präzise, geschickt auf Spannung hin konstruiert, im richtigen Maße abstrahierend und bewertend, kurzum ein literarisches Meisterwerk. Bedenkt man, dass Thukydides dieses Genre quasi erfunden hat, wird diese Leistung noch rätselhafter.

* Siehe auch meine Reihe über die „Geschichte des Peloponnesischen Kriegs“: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 und Teil 5.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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