Schiller: Kabale und Liebe

Volkstheater 22.1.03
Regie: Martin Schulze
Ferdinand: Florian Teichtmeister
Luise: Chris Pichler
Präseident von Walter: Toni Böhm
Miller: Thomas Stolzetti
Wurm: Christoph Zadra

Das Wiener Volkstheater betrete ich gewöhnlich mit einer sehr mäßigen Erwartungshaltung, desto angenehmer überraschte mich die Inszenierung. In reduziertem, modernen Ambiente nahmen die Kabalen samt Liebestragödie ihren Lauf. Weder übertriebenes Pathos, noch artifizielle Unterkühlung waren vorherrschend. Schauspielerisch war wenig auszusetzen.

Die Bühnenwirksamkeit des Stücks ist erstaunlich, zumal mich die vierte Lektüre des Dramas distanzierter zurückgelassen hatte, als die früheren Leseerlebnisse. Eine solide, unspektakuläre Schiller-Inszenierung. Das Theater war erstaunlich schlecht besucht. Das sollte sich ändern.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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