Die armen Römer und die Kirche

Peter Brown gehört zu den besten Kennern der römischen Spätantike. Manche gehen so weit, zu behaupten, Brown habe dieses Forschungsfeld überhaupt erst auf der akademischen Landkarte positioniert. In seinem neuen Buch setzt er sich mit der Armutsproblematik auseinander: „Poverty and Leadership in the Later Roman Empire“ (University Press of New England).

Brent D. Shaw, der das Buch in der New York Review of Books Nr. 18/2002 rezensiert*, sieht darin einen wichtigen Forschungsbeitrag. Brown geht insbesondere auf die Instrumentalisierung der „Armenfrage“ durch die Kirche ein. Wie auch heute noch, wurde schon damals sorgfältig ausgewählt, wer in den Genuss von Hilfen kam:

While it is true that Christian boundaries and perspectives were wider than before, they were still subject to exclusionary principles. The categories of peaople, such as slaves, who did not qualify as poor were policed with such firmness precisely in order to define and delimit the field of aid.

* Der Artikel ist mittlerweile Teil des kostenpflichtigen Archivs der NYRB.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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