Woody Allen: Hollywood Ending

USA 2002
Regie: Woody Allen
Téa Leoni, George Hamilton, Debra Messing

Viele sagen Woody Allen als Regisseur bereits tot, und es stimmt, dass seine letzte hervorragende Arbeit, „Deconstructing Harry“, schon ein paar Jahre zurück liegt. Seine jüngsten Filme waren mehr oder weniger leichte Komödien, ganz nett gemacht, aber ohne jeglichen ambitionierte Ansprüche.

Sein neuer Film (auf DVD aus New York mitgebracht), der in Europa erst noch anläuft, stellt einen Fortschritt dar. Das Thema – Reflexion über das Filmemachen – zeugt von einem anspruchsvollerem Thema, allerdings hätte Allen mehr daraus machen können. Der Film gehört nicht zu seinen besten, dazu fehlt ihm die subtile intellektuelle Komplexität seiner herausragenden Produktionen. Man kann ihn vielleicht mit „Manhattan Murder Mystery“ (1993) vergleichen: witzig, nicht unintelligent, aber auch nicht mehr.

Allens vorsichtige Rückkehr zum Slapstick, womit sich der Kreis zu seinen frühen Filmen schließt, schadet meiner Meinung mehr als sie nützt. Es bleibt abzuwarten, wann (ob) ihm noch einmal Filme wie „Crimes and Misdeamenors“ oder „Hannah and Her Sisters“ gelingen werden.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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