Reise-Skizzen Griechenland (4): Mistra, Olympia

Die mittelalterliche Stadt Mistra, unweit von Sparta gelegen, wurde unter beachtlichen bautechnischen Anstrengungen hoch an einem Berg errichtet. Auch das Alltagsleben war schwierig, mussten sich die Bewohner doch (samt den Tieren versteht sich) auf schmalen Bergwegen von Haus zu Haus bewegen.

Besucht wird diese Ruinenstadt heute vor allem aus kunsthistorischem Interesse: es finden sich in den Kirchen dort originale byzantinische Wandgemälde (viele leider in ziemlich schlechtem Zustand). Bemerkenswert die christlichen „medizinischen“ Votivgaben. Sie unterscheiden sich nur geringfügig von den um 1600 Jahre älteren in Epidauros. Das religiöse Gegenüber war ein anderes, das Ritual blieb nahezu dasselbe.
Die sozial- und kulturgeschichtliche Bedeutung von Olympia ist bekannt, traf sich dort doch regelmäßig das antike Griechenland zu Wettkämpfen, die den Anlass zu vielfältigen Nebentätigkeiten boten. Händler aller Art (auch solche mit Informationen) fanden sich ebenso ein, wie die unterschiedlichsten Berufe.

Für eine Ausgrabungsstätte gibt es noch viel zu sehen, so dass die Orientierung nicht übermäßig schwer fällt. Höhepunkt ist das Museum mit zahlreichen Skulpturen des Zeus Tempels (dessen Überreste draußen zu besichtigen sind), welche die unglaubliche Ausdruckskraft griechischer Kunst vor Augen führen und bestes Beispiel dafür sind, dass die antiken Künstler ihren Formenkanon in einem rasanten Tempo erweiterten.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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