Alban Berg: Wozzeck

Orchester-Neufassung von John Rea
Neue Oper Wien am 31.10.
Musikalische Leitung: Walter Kobéra
Inszenierung: Anton Nekovar
Wozzeck: Rupert Bergmann
Marie: Ingrid Habermann

Freie Operngruppen haben es nicht leicht, deshalb sollte man nicht allzu strenge Maßstäbe bei der Beurteilung ihrer Arbeiten anlegen, denkt man sich üblicherweise. Mit dieser Erwartungshaltung fuhr ich in das alte Jugendstiltheater auf der Baumgartner Höhe, das mitten im Steinhofkomplex liegt, der berühmten Wiener psychiatrischen Anstalt.

Die Aufführung war ausgezeichnet, vor allem Rupert Bergmann hatte als Wozzeck eine unglaubliche Bühnenpräsenz, eine für einen Sänger höchst ungewöhnliche Leistung. Die von John Rea auf 21 Musiker „heruntergeschraubte“ Orchesterpartitur war der Wirkung nicht abträglich. Die Inszenierung war einfallsreich. Ein hervorragender Opernabend.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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