The Third Man

Viennale Gala-Vorstellung 26.10.02

Dem wohl berühmtesten „Wiener“ Film widmete das Festival Viennale einen Galaabend. Anlass war die neue, restaurierte Fassung. Eingeladen wurden noch lebende Mitwirkende, und eine Handvoll fand tatsächlich nach Wien. Gerührt sprachen sie ein paar Worte, bedankten sich und wurden bedankt (mit mehreren Iterationen versteht sich).

Frederick Baker, Mitautor eines neuen Buches über den Film [„Auf den Spuren eines Filmklassikers“], verstieg sich zur Aussage, „The Third Man“ gehöre zu den größten Wiener Kunstwerken des 20. Jahrhunderts (wie Werke von Schiele etwa). Offenbar ist es der ästhetischen Urteilsfähigkeit nicht immer förderlich, wenn man sich zu lange mit einem zweitklassigen Werk beschäftigt…

Je öfter ich den Film sehe, desto weniger leuchtet mir sein Klassikerstatus ein. Zwar gibt es einige ganz nette filmische Bilder, die allerdings im Vergleich zu früheren Filmen (Expressionisten) reichlich harmlos wirken.

Orson Welles hat (soweit ich weiß) später gesagt, er habe nur des Geldes wegen mitgespielt. Andere Gründe wären auch schwer zu finden.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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