Reise-Skizzen Griechenland (3): Epidauros, Nauplia

Das Asklepieion in Epidauros war das Zentrum eines antiken Kurortes, zu dem sich verzweifelte Kranke aus der griechischen Welt aufmachten, um endlich von ihren Leiden geheilt zu werden. Es liegt entsprechend malerisch in einer sanft hügeligen Landschaft, und weist die Überreste einer Reihe von Einrichtungen auf, wie sie auch heute an solchen Orten noch üblich sind, ein Konzerthaus etwa.

Höhepunkt ist unbestritten eines der am besten erhaltenen griechischen Theater. Die Ränge umfassen 17.000 Plätze, die alle von einer phänomenalen Akkustik profitieren. Selbst in den obersten Rängen hört man, wenn jemand im Zentrum unten eine Münze fallen läßt. Zusätzlich zur Theateraufführung (es wird immer noch als solches im Sommer genutzt) hat man einen netten Ausblick auf die Umgebung.

Nach der Befreiung Griechenlands wurde der junge bayerische Otto zum König ernannt (nach zähem diplomatischen Ringen). Die erste Hauptstadt war nicht das damals unansehnliche Athen, sondern Nauplia, eine der hübschesten Städte am Mittelmeer, die ich bis jetzt besuchte. Die Schönheit ist allerdings direkt proportional zur Verschlafenheit (28.000 Einwohner).

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"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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