Wiener Künstler, Mary Ellen Mark und die Dummheit des Sommers

Meine These, dass Sommertage dem kulturellen und geistigen Leben abträglich sind, fand ich heute bei zwei Ausstellungsbesuchen bestätigt. Im Wiener Künstlerhaus sah ich maximal 3 Besucher, obwohl man sich dort gerade einen guten Einblick in das Wiener Kunstschaffen verschaffen kann. Mitglieder der Künstlervereinigung präsentieren dort Werke der letzten Jahre. Es dominieren Gemälde, gefolgt von Skulpturen. Videokunst gibt es kaum, dafür zwei Rauminstallationen. Mit einem Besuch dort kann man wenig falsch machen.

Sehr beeindruckend die Fotographien von Mary Ellen Mark, die in der Galerie Westlicht zu sehen sind. Ich konnte sie mir dank des schönen Sommersonntags in Ruhe alleine ansehen. Die sechzig gezeigten Bilder dokumentieren nur einen kleinen Ausschnitt ihrer Werke, reichen aber aus, um zu verstehen, warum sie zu den besten Fotographinnen Amerikas gezählt wird. Es versteht sich, dass sie das „andere“ Amerika dem Betrachter nahe bringen will, jenseits des wohl situierten Mittelstandes. Eine gute Therapie gegen hartnäckige Amerika-Klischees.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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