Nabokov: Lushins Verteidigung. Roman

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Je mehr Romane ich von Nabokov lese, desto seltsamer kommen mir seine Bücher vor. Zuerst bin ich (fast) immer von seiner erzählerischen Brillanz hingerissen. Die Bilder stimmen ebenso wie der Erzählton. Sein „Zeitmangement“ ist furios, diverse Rückblenden sind überraschend stimmig und strukturell raffiniert eingebettet: eine makellose Oberfläche.

Warum also bleibt so oft ein schaler Eindruck zurück? Als tränke man einen hervorragenden entkoffeinierten Darjeeling, der Geschmack ist da, die Wirkung fehlt. Trotz der Subtilitäten, die Nabkov zahlreich in seinen Texten versteckt, bleibt er irgendwie an der Oberfläche hängen. Aalglatte Perfektion ist eventuell doch zu wenig.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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