Thomas Bernhard: Elisabeth II.

Burgtheater 26.6.02
Herrenstein: Gert Voss
Richard: Ignaz Kirchner
Regie: Thomas Langhoff

Eine späte österreichische Erstaufführung. Auf den ersten Blick stimmt die Inszenierung: Gert Voss gibt sein Bestens (was bekanntlich viel ist), Ignaz Kircher ergänzt ihn (wie immer) ausgezeichnet. Das Bühnenbild erinnert an Peymanns legendären „Heldenplatz“.

Trotzdem ergeben viele gelungene Einzelheiten kein stimmiges Ganzes. Man sieht sich das Stück an und denkt: solide Burgtheater-Arbeit (was nicht wenig ist). Ästhetischer Mehrwert wird ebensowenig geboten wie ein tiefere intellektuelle Auseinandersetzung mit Bernhard. Das Burgtheater gibt sich auf hohem Niveau geistig bewegungslos.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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