John Updike: Rabbit in Ruhe. Roman

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Knapp 2000 Seiten umfassen die vier Romane der Rabbit Tetralogie. Man sieht als Leser der Hauptfigur 40 Jahre lang über die Schulter und blickt auf ein ziemlich durchschnittliches amerikanisches Leben. Als „Zugabe“ gibt es en passant einen Überblick über prägende Ereignisse der amerikanischen Nachkriegsgeschichte.
Viele Autoren gibt es nicht, die einen so wirklichkeitsreichen und psychologisch dicht gewebten fiktionalen Kosmos über eine so lange Strecke entwerfen können. Man fühlt sich unwillkürlich an die großen realistischen Romane des 19. Jahrhunderts erinnert, auch wenn Updikes Erzähltechniken deutlich avancierter sind.

Der letzte Roman bildet jedenfalls einen fulminanten Abschluss der Tetralogie, zahlreiche motivische und strukturelle Bezüge verweisen auf die drei vorangegangenen Bände. Um sie alle zu erkennen, müsste man die vier Romane am Stück lesen, nicht wie ich im Abstand von jeweils einem halben Jahr. Updike hat sich damit einen dauerhaften Platz in der Weltliteratur des 20. Jahrhunderts erschrieben.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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