Samuel Beckett: Glückliche Tage

Akademietheater 30.4.02
Regie: Edith Clever
Winnie: Jutta Lampe
Willie: Urs Hefti

Nach dem beeindruckenden Konzert am Montag, folgte gestern ein höchst mittelmäßiger Theaterabend. Mag man Edith Clever als Schauspielerin auch schätzen, diese Regiearbeit zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass auf Einfälle völlig verzichtet wurde, eine Regie bar jeder Regieidee.

Das Ergebnis war eine museale Beckett-Inszenierung, die im Erdhaufen steckende Jutta Lampe zwar durchaus sehenswert, aber man hätte sich doch mehr erwartet. Immerhin wurde deutlich, dass Becketts dramatische Arbeiten wesentlich haltbarer sind als vieles, was vor vierzig Jahren entstand: Die biederen Lehrstücke eines Max Frisch etwa, werden längst zur Theatergeschichte zählen, wenn Beckett auf der Bühne immer noch zu faszinieren vermögen wird.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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