Jacob Burckhardt: Die Kultur der Renaissance

„Ein Versuch“

Kröner bzw. Fischer TB (Amazon Partnerlink)

Wenige gelehrte Bücher aus dem letzten Jahrhundert werden so oft herbeizitiert wie Burckhardts große Studie über die Renaissance. Ob Anthony Grafton oder Ingrid Rowland, alle verweisen regelmäßig auf den Begründer dieser historischen Disziplin, da viele seiner Thesen nach wie vor aktuelle Denkanstöße geben.

Burckhardt schrieb – unbeeindruckt von der damals üblichen Manier der Historiographie – nicht über politische Geschichte. Sein Interesse galt nicht der Abfolge von Herrscherdynastien und der diversen Kriege, sondern dem kulturellen Fundament der damaligen Zeit. Was heute selbstverständlich ist, war damals eine kleine Revolution. Es dürfte wenige Studien geben, die den Blick auf eine Epoche für viele Jahrzehnte so nachhaltig prägten. Erst seit relativ kurzer Zeit, setzt man den Beginn der Neuzeit teilweise schon Mittelalter an, um den progressiveren Denkströmungen des angeblich so dunklen Zeitalters Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

Stilistisch ein Lesevergnügen, intellektuell von erfrischender Klarheit lohnt sich die Lektüre nach wie vor.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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