Daniel Breazeale: Fichte’s Conception of Philosophy

„…as a ‚Pragmatic History of the Human Mind‘ and the Contributions of Kant, Platner, and Maimon

(Journal of the History of Ideas 4/2001)

Im Zentrum des Aufsatzes steht die Analyse, was Fichte mit dem Ausdruck „pragmatische Geschichtsschreibung“ meint, der grundlegend für sein frühes Philosophieverständnis ist. „Nebenbei“ entsteht auch eine Skizze dieser Philosophieauffassung, die am Beginn des deutschen philosophischen Sonderweges steht und die Philosophie in eine idealistische (in der erkenntnistheoretischen und ontologischen Bedeutung des Begriffs) Sackgasse führte, in der sie teilweise heute noch steckt. Ein Beleg dafür ist die verständnislose Hilflosigkeit, mit der man den Naturwissenschaften gegenübersteht.

Interessant ist Breazeales kleiner Exkurs über Simon Maimon, der 1792 in seinem Aufsatz „Ueber den Progressen in der Philosophie“ gelungene Überlegungen zur Methodik der Philosophiegeschichtsschreibung anstellte. Nicht die Wiedergabe des Inhalts diverser Systeme sei in das Zentrum zu stellen, sondern die philosophische Methodik mit deren Hilfe diese Systeme errichtet würden.

To summarize, Fichte’s history of the human mind is „pragmatic“ in the sense that it is not a chronicle of past events nor a journalistic description of the empirical facts of consciousness: nor does it describe a series of self-constitutive acts theat are supposed to occur an sich. A pragmatic history of the I must be artfully constructed a priori for the specific task of explaining ordinary experience as a whole. [S. 701]

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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