Laurence Sterne: Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentlemen

Übersetzer: Michael Walter

Höchste Zeit war es, den Roman zum zweiten Mal zu lesen, erstmals in der zurecht gelobten Übersetzung von Michael Walter. Ursprünglich wollte ich nur zwei, drei der neun Bücher lesen, schaffte es aber beim besten Willen nicht, vor dem Ende aufzuhören.
Die Souveränität, mit der Sterne über seine erzähltechnischen Mittel verfügt ist immer wieder frappierend. Noch heute sind die Nachwehen seiner Innovationen zu erkennen und es gibt nur wenige Bücher, welche die Romankunst so stark revolutionierten wie der „Tristram Shandy“. Was den Humor angeht, haben einige Stellen inzwischen etwas Patina angesetzt, aber das schadet dem Werk nicht bzw. wird durch die immer noch treffenden philosophischen Digressionen wett gemacht.

Laurence Sterne: Tristram Shandy (Fischer TB)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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