Herodot: Historien (5)

Buch VIII und IX
Kröner

Die letzten beiden Bücher des Werks sind die bekanntesten, beschreiben sie doch die Höhepunkte der Perserkriege und die Befreiung Ioniens. Der monomane Größenwahn des Xerxes‘, der die gesamte bekannte Welt erobern will und eine gigantische Kriegsmaschinerie ins Feld führt, wirkt beklemmend paradigmatisch für den weiteren Geschichtsverlauf bis ins 20. Jahrhundert hinein.

Ebenso typisch auf der anderen Seite der Freiheitsdrang nicht nur der Griechen, sondern auch viel kleinerer Völker und Städte. Das heute vielzitierte „Recht auf Selbstbestimmung“ findet in den Historien als verbreitetes Bedürfnis seine ersten ausführlichen Beschreibungen, was auch aus anthropologischer Perspektive sehr erhellend ist.

Das langsame, genaue Lektüre der Historien war nicht nur historisch höchst aufschlussreich, sondern auch geistesgeschichtlich, anthropologisch, ethnographisch und literarisch.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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