Schubert: Klaviertrios B-Dur und Es-Dur

Trio Fontenay / La Gaia Scienza

Die beiden Klaviertrios, die zu den erstaunlichsten ihrer Art zählen, entstanden zwischen Oktober und Dezember 1827, einer der produktivsten Schaffensphasen des Komponisten. Er vollendete in diesen drei Monaten u.a. „Die Winterreise“ und schrieb seine vier Impromptus D 935. Die Stimmung dieser Werke war teilweise so düster und melancholisch, dass sich Schuberts Freunde ernsthaft Sorgen um ihn machten.

Diese beiden Interpretationen sind sehr verschieden. Von klassischer Virtuosität das Trio Fontanay (Teldec), ebenfalls virtuos La Gaia Scienza, allerdings auf historischen Instrumenten, was der Interpretation eine interessante, beinahe aufsässig wirkende Note gibt. Das Forte Piano klingt deutlich ruppiger und weniger differenziert als ein Flügel. Insgesamt ergänzen sich beide Aufnahmen optimal, weil sie unterschiedliche Perspektiven auf das Werk öffnen. Eine klare Empfehlung.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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