Mahler: Symphonie Nr. 7

Wiener Musikverein am 15. September 2001
Chicago Symphony Orchestra
Daniel Barenboim

Barenboim ein Mahler-Dirigent? Barenboim ein Mahler-Dirigent! Zumindest gelang es ihm, eine solide, eigenständige Interpretation dieses für mich nach wie vor rätselhaften Orchesterwerks vorzulegen. Einerseits war ein deutliches Bemühen um Transparenz wahrzunehmen, die kleinsten klanglichen Details wurden schön herausgearbeitet, teilweise mit interessanten Akzenten versehen (Gitarre im zweiten Nachtstück).
Trotz des Bemühens um Klarheit war die Aufführung nicht so analytisch wie etwa bei Pierre Boulez. Allerdings steht Barenboim diesem Stil näher als dem expressionistischen Verständnis eines Bernstein oder Ozawa.

Am Rande sei noch bemerkt, dass die klangliche Differenz zum vorgestern gehörten Gustav Mahler Jugendorchester enorm war, es ist eben doch ein weiter Weg zurückzulegen, bis das Prädikat Spitzenorchester angemessen ist.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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