Web-Tipp: Penguin Classics

Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Nichts verdeutlicht die Misere der deutschsprachigen Verlagslandschaft mehr als ein Vergleich mit dem englischen bzw. amerikanischen Buchmarkt. Sucht man nach guten deutschsprachigen Klassikerreihen, stößt man auf den Insel Taschenbuch Verlag, dessen Frühjahrsprogramm kaum erwähnenswert war, und auf Manesse, dessen Gesamtverzeichnis augenscheinlich von der Schwindsucht befallen ist. Der Deutsche Klassiker Verlag richtet sich kaum an den „normalen“ Buchkäufer. (Addendum Jan. 2010: Glücklicherweise gibt es mittlerweile den DKV im Taschenbuch!)

Was bleibt? Außer Reclam ein paar verstreute Klassikerausgaben bei dtv und bei Aufbau, denn sowohl dtv klassik als auch die Aufbau Bibliothek wurden inzwischen als eigenständige Reihen eingestellt.

Ein Pendant zu den Penguin Classics ist weit und breit nicht in Sicht: Mehr als 2100 Klassiker aus allen Gebieten zu einem günstigen Preis in brauchbaren Editionen. Wohl dem, der des Englischen mächtig ist.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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