Web-Tipp: Deutsche Verlagslandschaft

Rainer Groothuis in der ZEIT über die zunehmende Verwechselbarkeit deutscher Verlage:

Nur Profil macht Profit

Wenn Jörg Albrecht in der ZEIT schreibt, „Fünf von sechs Romanen kommen heute mit demselben Umschlag daher: Frau lehnt träumend gegen Birke (oder umgekehrt)“, dann ist dies zwar etwas übertrieben, vorbei aber ist’s mit der individuellen Gestaltung. Die programmatischen Profile sind ausgefranst. Was heißt heute „Suhrkamp/Fischer/List/und so weiter-Culture“? Viele Verlage drängen in die „Mitte“, und dort herrscht klaustrophobische Enge. Verlage ohne Profil: Wer nicht auffällt, hat nichts zu sagen. Wer nichts zu sagen hat, ist nicht eigenwillig. Wer nicht eigenwillig ist, wird überflüssig. „Großes neurotisches Potenzial in angenehmer Ausformung“, so befindet ein Verleger über die Buchbranche

[Mehr]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  • RSS Feed for Posts
  • RSS Feed for Comments
  • Twitter
  • XING
  • Facebook

Kategorien

„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

Aktuell in Arbeit

Tweets