Simon Blackburn: Königsberg Confidential

The New Republic vom 23.04. 2001

Ein ausführlicher Artikel, inspiriert durch die Kant-Biographie von Manfred Kuehn, „the distinguished German scholar“. Blackburn ist Philosophieprofessor in Cambridge und hat einiges über die Kantianische Moralphilosophie zu sagen. Von einer „Rezension“ zu sprechen wäre allerdings übertrieben, da es offenbar Blackburns Intention war, eine kleine Einführung in die Philosophie des Königsbergers zu schreiben, statt ausführlicher auf das Buch von Kühn einzugehen. Immerhin erfährt der Leser, dass Kühn einige der Kant-Klischees zu entkräften weiß, die seit 200 Jahren regelmäßig kolportiert werden.

Ich konnte bei meinen Online-Recherchen keine deutsche Ausgabe des Buches finden, offenbar handelt es sich um eine Originalausgabe für die Cambridge University Press. Da man die Werke (und Zitate) eines Philosophen möglichst in der Originalsprache lesen sollte, erscheint mir das eine etwas eigenartige Vorgehensweise zu sein, und ich bin mir nicht sicher, ob der Vorteil des größeren Lesepublikums diesen Nachteil aufwiegt.

Update Jan. 2010: Das Buch erschien im Winter 2003 in einer deutschen Übersetzung [Perlentaucher].

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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